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am 22. Mai

LGBTI-Delegation in der Hofburg

Ewa Dziedzic - Am 16. Mai empfing Bundespräsident Alexander Van der Bellen eine rund 50-köpfige LGBTI Delegation aus ganz Österreich in der Hofburg. Anlass war der am 17. Mai stattfindende Internationale Tag gegen Homo-und Transphobie.

„Die Unterstützung der Politik für die Rechte und Anliegen der LGBTI-Community sind enorm wichtig. Denn diese ist aktuell wieder mit Verfolgung, Zunahme an Diskriminierung und Übergriffen im öffentlichen Raum konfrontiert.“
Ewa Dziedzic, LGBTI-Sprecherin und Bundesrätin
Bild: Van der Bellen und Dziedzic
Doris Schmidauer, Alexander Van der Bellen, Ewa Dziedzic

Aktionstag gegen Homo-und Transphobie

Internationale Tag gegen Homo-und Transphobie (IDAHOT) wird in über 130 Ländern weltweit in Anlehung an den 17. Mai 1990, als die WHO beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen, begangen. Der Aktionstag wurde 2004 ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit von politischen Entscheidungsträger*innen, Meinungsbildner*innen, sozialen Bewegungen, der Öffentlichkeit auf die Diskriminierung und Gewalt, die LGBTI-Personen immer noch weltweit erfahren, zu richten. Bundespräsident Van der Bellen nutzte die Gelegenheit, um sich von allen anwesenden Aktivist*innen über ihre Tätigkeiten und die aktuelle Situation der LGBTI Community in Österreich zu informieren und stand auch für Selfies zur Verfügung.

"Auch in Österreich gibt es jährlich Aktionen und der Tag wird genutzt, um politische Maßnahmen einzufordern." Die Unterstützung der Politik für die Rechte und Anliegen der LGBTI-Community sind enorm wichtig. Denn diese ist aktuell wieder mit Verfolgung, Zunahme an Diskriminierung und Übergriffen im öffentlichen Raum konfrontiert", sagt Ewa Dziedzic, LGBTI Sprecherin und Bundesrätin.

ILGA World (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) veröffentlichte am 15. Mai 2017 den Bericht "State Sponsored Homophobia" mit alarmierenden Zahlen: In acht UN-Mitgliedsstaaten gilt die Todesstrafe auf Homosexualität, in 72 Staaten wird Homosexualität kriminalisiert. Die Liste an Brutalitäten die Trans*Menschen tagtäglich weltweit erleben bis hin zur Ermordung ist endlos.

wichtiges gesellschaftspolitisches Signal

Unsere Arbeit ist nicht zu Ende, solange sich Lesben, Schwule, Bi*, Trans* und Intergeschlechtliche Menschen in Österreich vor verbaler oder physischer Gewalt fürchten oder überhaupt um Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung kämpfen müssen. Die Einladung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen war ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal. Werte wie Freiheit, Demokratie und Gleichheit sind nicht bloß Slogans, sondern gelebte Überzeugung, so Dziedzic.

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